Wanderung Rügen: Gerhart Hauptmann Wanderung

Wanderung auf Hiddensee
Höhenprofil der Wanderung auf Hiddensee

Zur Wanderung auf den Spuren von Gerhart Hauptmann starten wir morgens um 8.15 am Hafen von Schaprode, im Westen der Insel Rügen. Es lohnt sich, rechtzeitig vor Ort zu sein und die erste Fähre  zu nehmen, da die Insel Hiddensee für den privaten Autoverkehr gesperrt ist und die Anzahl der Parkplätze in Schaprode begrenzt ist.

Daten & Infos

Die oben verwendete Karte als PDF

Strecke: ca. 9,5 Kilometer

Schwierigkeitsgrad: leicht

Dauer: ca. 3,0 Stunden

Wanderkarte: Verlag Grünes Herz, Ilmenau, Ausgabe Rügen, 4. Auflage

  1. Um 10:00 Uhr legen wir im Hafen von Kloster an. Vom Hafen gehen wir leicht bergan zur Ortsmitte an den ehemaligen Klostergebäuden vorbei.
  2. Die erste Wegkreuzung ist eine alte Seeboje und wir nehmen den Pflasterweg nordöstlich Richtung Enddorn/Grieben.
  3. Nach dem Ort Grieben kommt bei km 1,7 die Grenze zum Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft. Unserem Standdort im Südosten gegenüber sehen wir die Halbinseln Alt – und Neubessin als typische Vertreter dieser Boddenlandschaft.
  4. Wir wandern weiter, bis bei km 2,3 rechts ein schmaler Fußweg vom befestigten Weg abgeht; links befindet sich eine große Schafweide. Dem Weg folgen wir zu einem Weidegatter und einer Infotafel. Wer möchte, kann von hier aus auf die Halbinsel Altbessin wandern und dort von einem Turm aus das geschützte Küstenvogelbrutgebiet beobachten – Wegstrecke hin u. zurück: ca. 5km.
  5. Am Gatter vorbei gehen wir nordöstlich in Richtung Strand, den wir durch einen tunnelartig mit Sand- und Weißdorn sowie Reet bewachsenen Pfad bei km 2,8 erreichen. Ein herrlicher Strand, wer will zieht die Schuhe aus, denn wir folgen ihm nordwärts bis zu unserem ersten Etappenziel “Enddorn”. (Hinweis: Dieser Teil der Wanderung ist auf unserer Übersichtskarte nicht eingezeichnet). Dieser Strandabschnitt zeigt sehr anschaulich, wie die Insel wächst.
  6. Bei km 3,2 erreichen wir die nordöstlichste Spitze Hiddensees, den Enddorn. Weiter geht es am Strand in nordwestlicher Richtung und an einem kleinen Steilufer vorbei, das als Nistplatz für Sandwespen und Sandbienen dient. Linkerhand kommt eine Treppe, auf der wir den Strand verlassen. Wir stehen auf einem kleinen Fahrradparkplatz mit einer Infotafel, die das hier beginnende Dornbuschkliff  erklärt.
  7. In südöstlicher Richtung geht es ein paar Meter weiter, bis wir zwischen einem Weidezaun und Sanddornbüschen rechts einem Fußweg leicht bergan Richtung Swantiberg folgen. Bei km 4,2 sind wir oben und haben einen wunderschönen Ausblick auf die Ostsee und die Kliffküste. Das Wasser in Strandnähe ist hell gefärbt, wie gekalkt, und zeigt uns, dass die Meeresströmung hier Material von der Abbruchkante an der Küste entlang um den Enddorn herum befördert und im Bodden wieder anlagert.
  8. Nach der Höhe biegen wir westwärts ab. Bei km 4,5 sind wir wieder auf einem Fahrradparkplatz. 200m folgen wir dem Sandweg, der in einen Plattenweg übergeht durch den “Honiggrund”. An dem ehemaligen Gehöft des Leuchtturmwärters geht es rechts ab, einen Schotterweg bergauf dem Leuchtturm Dornbusch zu.
  9. Bei km 6,0 und einer Höhe von ca. 70m machen wir unter dem Turm eine Rast. Weiter geht es in südwestlicher Richtung zum Gasthaus Klausner. Wir lassen den Klausner links und die zwei kleinen Gästehäuser rechts liegen und gehen dem hölzernen Wegweiser nach die Treppe abwärts Richtung Steilküste. Wer will, macht dorthin noch einen Abstecher. Wir wenden uns nach dem ersten Absatz wieder südwestlich in den Wald.
  10. Nach ca. 600m überschreiten wir einen 40cm hohen Absatz, der unvermittelt links und rechts des Weges eine Grenzlinie bildet.
    Diese Kante gehört zur sogenannten Klausnerstörung. Die Gefahr, mitsamt dem Küstenstreifen in das Meer zu stürzen ist gebannt und wir kommen bei km 7,8 an eine Markierung – gelber Balken auf weißem Grund –  welche uns nach rechts weist.
  11. Westlich um Kloster herum, verlassen wir nach einem Kilometer den Küstenstreifen durch den Wald. Bei km 9,0 steht ein Wegweiser der Gemeinde mit dem Hinweis zum Hafen Kloster. Ihm folgen wir in den Ort. Bei der ersten Kreuzung, mitten im Gewühl aus Pferdekutschen und Fußgängern gehen wir rechts 150m zum Gerhart Hauptmann Haus.
    Nach dessen Besuch wenden wir uns in entgegengesetzter Richtung dem Hafen zu, den wir bei km 9,5 erreichen.