Massaker im Forsthaus

Als die französischen Truppen  Anfang April 1945 vom Hohlohsee über den Kaltenbronn und das Rombachtal in das Enztal vorstoßen, werden im Forsthaus Rombach der Förster Max Schultheiß, sein wegen schwerer Kriegsverwundung aus der Wehrmacht entlassener Sohn Erich, sowie ein Bruder des Försters gefangen genommen. Obwohl Zivilisten, wurde ihnen die Försteruniform zum Verhängnis  – oder zum Glück. Denn durch die Festnahme entgingen sie einem Massaker, das elf Tage später neun Menschen das Leben kostet und das bis heute nicht aufgeklärt ist.

Am Morgen des 25. April wollen Bekannte beim Kartoffelsetzen helfen und betreten das für diese Zeit ungewöhnlich ruhige Forsthaus im Rohmbachtal – ein Abgrund an grausamen Bildern tut sich vor ihnen auf.
Ermordet werden aufgefunden: Mina Schultheiß, die Ehefrau des Försters (44 J.) und ihre beiden Töchter, Marie-Luise (9) und Margarete (14), der Bruder Eugen Schultheiß (64), seine Tochter Franziska Schreuers  (25), die Nichte Frau Nollenberger und deren Kinder Rotraud (4) und Eberhard (2). Der vier Monate alte Säugling von Franziska lebt noch, trotz schwerster Kopfverletzungen, stirbt aber vier Tage später. Einzig der siebenjährige Sohn des Försters hat überlebt – er hat sich in seinem Bett eingerollt und ist unverletzt geblieben.

Knapp ein Jahr später kehrt Max Schultheiß aus der Gefangenschaft zurück in das Rombachtal, in dem die Försterfamilie Schulheiß seit fast 200 Jahren ihre Heimat hatte.
Heute erinnert ein Gedenkstein am Haus an das Verbrechen und der Schultheißweg an die Familie.