Wanderung auf den Drachenfels

Wanderung auf den Drachenfels: Panorama vom Drachenfels rheinaufwärts
Blick vom Drachnfels - © Rickmer Stohp/www.geschichte-zu-fuss.de

Detaillierte Beschreibung der 6 km-Wanderung von Königswinter hinauf auf den Drachenfels. Kostenlose Wanderkarte (Kompass!!) zum Ausdrucken und Mitnehmen inklusive.

Wer ins Siebengebirge kommt, muss unbedingt hinauf auf den Drachenfels. Uns jedenfalls wird diese Wanderung, die gekrönt ist von einem phänomenalen Blick auf das Rheintal, im Gedächtnis bleiben.

In Königswinter, an der Talstation der Drachenfelsbahn, laufen wir los, die Drachenfelsstraße bergauf zur Nibelungenhalle und dem angeschlossenen Reptilienzoo. Beides passt zusammen, spielt doch der Drache Fafnir eine zentrale Rolle im Geschehen zur Nibelungenzeit hier in der Gegend. Zum einhundertsten Geburtstag Richard Wagners 1913 errichtet, ist dieser Kuppelbau zwei der bekanntesten Opern dieses Komponisten gewidmet, dem „Ring des Nibelungen“ und dem „Parzival“.

Wanderung auf den Drachenfels - kostenlose Wanderkarte
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Wanderung im Siebengebirge auf den Drachenfels

Ur-Erzählungen aus dem Mittelalter

Im Jugendstil gehalten und von der Musik Wagners begleitet, wird vom Kampf um das Rheingold über den Tod des Drachen bis zur Götterdämmerung auf Gemälden, Plastiken und anderen Exponaten der ganze Zyklus dargestellt.  Daneben wird in der gleichen Art auch das letzte Musikdrama Wagners, der Parzival, gewürdigt. In dieser Umgebung taucht der Besucher ein in diese beiden Ur–Erzählungen aus dem frühen Mittelalter.

Daten & Infos

Die oben verwendete Karte als PDF
Strecke: ca.  6 Kilometer
Schwierigkeitsgrad: leicht

Dauer: ca. 2 Stunden

Wanderkarten und Reiseführer:

Kompass - Digitale Wander- u. Fahrradkarte

 

  • Wanderung Siebengebirge Drachenfels
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In der Drachenhöhle des Fafnir

Ein unterirdischer Gang führt uns von dieser weihevollen Stätte zur Drachenhöhle des Fafnir. Der ist aus Stein, im Gegensatz zu seinen wechselwarmen Artgenossen im benachbarten Zoo. Sehr bewegungsfreudig sind die zwar auch nicht, aber wer lang genug wartet, bekommt einen Augenaufschlag oder ein leichtes Zucken zu sehen.
Nach diesem Ausflug in die Sagenwelt und die Tropen, ist unser nächstes Ziel die „Drachenburg“.

Als Wohnhaus eines schwerreichen Börsianers 1883 geplant und gebaut, wird diese Schlossanlage über die Jahrzehnte und unter wechselnden Besitzern zum heutigen Hotel – und Gaststättenbetrieb. Die repräsentativen Räume -  zum Teil sind es eher Hallen -  werden auch für Ausstellungen und Konzerte genutzt. In der Vorburg ist die Stiftung Naturschutzgeschichte mit einer ständigen Ausstellung vertreten.

Auf der anderen Seite der Zahnradbahn ist eine Haltestelle für diejenigen, die schon zu müde sind, um den letzten Aufstieg zum Gipfel zu schaffen. Wir gehen den asphaltierten Eselweg weiter, bis er zum Waldweg wird und um den Fels herum zum Plateau führt.

Das Siebengebirge

Das Siebengebirge besteht nicht nur aus den sieben Bergen, die man von Köln aus sieht. Insgesamt sind es  über 40 Bergkuppen, die das Mittelgebirge bei Königswinter ausmachen. wovon der große Ölberg mit 460 Meter der höchste ist.

Die Herkunft  des Namens Siebengebirge. so jedenfalls heißt es bei "Wikipedia", sei nicht schlussendlich geklärt. Mal sind es die besagten sieben Berge, die man von der Domstadt Köln aus wahrnimmt, die als Erklärung dienen, mal sind es die mundartlichen Begriffe „siffen“ (für regnen) und „Siepen“ (für kleinen Wasserlauf).

Das Siebengebirge besteht aus Trachyt-, Basalt- und Doleritkegeln, die alle vor 30 Millionen Jahren vulkanisch entstanden sind. Früher wurden die Gesteine abgebaut, heute ist das Siebengebirge zum großen Teil Naturschutzgebiet und bewaldet. Zum Rhein hin gibt es ausgedehnte Rebflächen. Viele der Berge sind von Ruinen ehemaliger Burgen gekrönt. Die bekannteste ist die Drachenburg  auf dem Drachenfels. Dieser wiederum soll seinen Namen der Tatsache verdanken, dass der rheinseitige Abhang auf unsere Ahnen besonders bedrohlich gewirkt habe.

Aussichtsplattform

 Am Eingang dieser großen Aussichtsplattform steht ein Obelisk zum Gedächtnis an die Kämpfer der Befreiungskriege gegen Napoleon. Weiter hinten befindet sich eine Gaststätte mit Café und einer, nicht näher bestimmbaren, „Event-Location“.
Wir sind zufrieden mit dem atemberaubenden Blick weit rheinaufwärts in das Tal, vorbei am Wohnhaus des ersten Bundeskanzlers der jungen BRD, Konrad Adenauer, in Rhöndorf. Ganz am Ende des Plateaus führt ein Weg bis zu diesem Haus und es lohnt  den kleinen Ausflug  zu machen - vor allem für Rosenliebhaber.

Zur Bergkuppe

Wir aber machen uns auf zur Burgruine auf der Bergkuppe des Drachenfels. Nach diesem kurzen Abstecher gehen wir wieder bergab die Fahrstraße bis zur zweiten Kurve. Hier zweigt unser Wanderweg rechts ab, vorbei an einer Infotafel zu der „Wolkenburg“, welche wir umrunden.
Wer es abenteuerlicher möchte, schlägt einen der Trampelpfade ein, die durch das Gelände führen. Schon seit der Römerzeit wurden hier Steine gebrochen – entsprechend zerklüftet ist das Areal. Den Forstweg kann man nicht verfehlen, denn aus der Wolkenburg führen alle Wege wieder auf unseren  Weg zum „Milchhäuschen“.

Hirschberghütte und Nachtigallental

Diese, Ende des 19. Jahrhunderts erbaute Waldgaststätte hat einen ganz eigenen Charme – innen wie außen. Wir gönnen uns eine Rast und etwas Feines von der interessanten Speisekarte, und gestärkt treten wir unsere letzte Etappe an. Durch eine Lindenallee wandern wir auf der Drachenfelsstraße bis zur Hirschberghütte.
Kurz nach der Hütte überqueren wir die Fahrstraße und nach 200 Meter eine weitere Kreuzung in gerader Richtung.
Wenig später kommen wir an eine Streuobstwiese und sehen linkerhand die Drachenburg. Unser Weg in das „Nachtigallental“ geht hier rechts ab und macht seinem Namen alle Ehre. Schattig und kühl, mit Bach, steilen Hängen und Höhlen ist das Tal ein uriges Erlebnis. Selbst mitten am Tag herrscht hier gedämpftes Licht, und wir kommen uns vor wie weit ab jeglicher Zivilisation.
Das ändert sich schlagartig am Ende des Tales – wir stehen direkt vor der Unterführung der vierspurigen Bundesstraße 42. Unter der Straße hindurch sind wir mitten in Königswinter, wenden uns links, bis wir wieder an der Talstation der Drachenfelsbahn angekommen sind.