Wanderung auf dem Wanderweg von Wäschenbeuren auf den Hohenstaufen © Gerisch/Fotolia

Im Mutterland der Staufer

Die Staufer: fast 300 Jahre lang – von 980 bis 1250 nach Christus, also vom Ausgang des Frühmittelalters im Übergang zum hohen Mittelalter bis zum Spätmittelalter – hat dieses Adelsgeschlecht aus dem Württembergischen die Geschichte unseres Landes und weit darüber hinaus wesentlich mit gestaltet.  Unsere Wanderung führt von der Wäscherburg bei Wäschenbeuren auf den Hohenstaufen und zur Stammburg der Staufer.

Stele auf dem Hohenstaufen
Stele auf dem Hohenstaufen – © geschichte-zu-fuss.de/w. wirtz

Vom Hohenstaufen leitet sich auch der Name der Staufer ab.  Er ist ein so genannter Zeugenberg – also ein allein stehender Berg – am Rande der schwäbischen Alb zwischen Göppingen und Schwäbisch Gmünd.  Der Hohenstaufen sieht von Ferne aus wie ein umgedrehter Kelch – mittelhochdeutsch ein “Stauf”.

Ursprünglich stammt die Familie aus dem Ries in Ostschwaben. Durch Einheirat – Friedrich Riesgraf heiratet Adelheid vom Filsgau – um das Jahr 1000, gelangt die Familie in die Gegend um Göppingen und wird in Büren, dem heutigen Wäschenbeuren ansässig.
Wo genau ist nicht nachweisbar; drei Orte kommen in Frage: der Platz der Kirche in der Ortsmitte, am Wäscherschloss Richtung Beutental oder auf dem “Burren”, einem Gelände in der Nähe.

Friedrich I

Friedrichs Sohn, wieder ein Friedrich, nennt sich nun “von Büren” und heiratet 1045 Hildegardis von Egisheim–Schlettstadt aus dem Elsass.  Mit dieser Heirat kommen grosse Besitzungen im Ober- und Unterelsass zum Hause von Büren.  Hildegardis wird als Stammmutter der Staufer bezeichnet und ihr ältester Sohn, auch er wieder ein Friedrich, bezeichnet sich als von Staufen und baut auf dem Berg eine respektable Burg. (Zudem werden ab jetzt die Friedrichs durchnummeriert.)

Diese Staufer sollen die Geschicke Europas entscheidend beeinflussen und die Familie der Salier als Könige und Kaiser ablösen.

 

Foto oben: Auf dem Hohenstaufen. © Gerisch/Fotolia.com