Wanderungen im Nordschwarzwald bei Baiersbronn

Herrschaft, Kriege, Not im Schwarzwald

Nach dem Ende der Herrschaft der Staufer-Herzöge setzten sich im Spätmittelalter im Schwarzwald die Markgrafen von Baden und die württembergischen Herzöge durch. Auch Reichsland, Königsforste, gab es zu dieser Zeit noch. Jedoch nahm der Einfluss des Reiches im Kampf zwischen Papsttum und Kaisertum sowie durch die schwindende Macht der Könige ab.

Der Dreißigjährige Krieg (1618-1648), der Pfälzerkrieg (1688-1697) sowie der Spanische Erbfolgekrieg (1701-1714) waren Kriege europäischen Ausmaßes und hinterließen im Schwarzwald Zerstörungen und ausgelöschte Siedlungen.

In der Folge des spanischen Erbfolgekrieges kam es im 18. Jahrhundert zu drei Auswanderungswellen, während derer Zehntausende nach Amerika aufbrachen.

Die badische Revolution 1848/49 und deren Niederschlagung führte zu 15.000 Urteilen gegen ihre Teilnehmer. Als in den 1850er Jahren eine wirtschaftliche Krise die Bevölkerung schwer traf, wanderten 60.000 – 70.000 Menschen nach Amerika aus. Unter ihnen auch Joseph Schwerdtfeger, Anhänger der amischen Mennoniten und Urahn von Jo Swarey, einem Imker, den ich in Pennsylvania kennenlernte.

Foto oben: Winterlandschaft – © Lupo / pixelio.de